Mitarbeiterführung

In kreativer Kulisse Führung erlernen

Gute Führungskräfte zu gewinnen ist für mittelständische Unternehmen eine große Herausforderung. Gerne wird auch im eigenen Betrieb nach geeigneten Kandidaten gesucht. Aber sind gute Mitarbeiter automatisch auch gute Führungskräfte? Das ist leider nicht immer der Fall. Eine gute Führungskraft muss weit mehr beherrschen als ein guter Mitarbeiter. Nur sehr wenigen ist Führungskompetenz von Zuhause aus mitgegeben. Das Gute: Wichtige Fähigkeiten lassen sich gezielt fördern. Jutta Spittka unterstützt Unternehmen in der Region bei dieser Aufgabe. Dabei geht sie gern neue und auch kreative Wege, wie jetzt bei einem Projekt für sechs Pflegeeinrichtungen der Evangelischen Altenhilfe Duisburg.

Ihre Aufgabe: Die Schaffung von Akzeptanz für die Mitarbeiter, die innerhalb des Teams eine Führungsrolle neu wahrnehmen sollten. Dabei ging es um Aspekte wie die Anforderung an die Führungspersönlichkeit, Balance zwischen Nähe und Distanz neu definieren und Strategien zur Rollenveränderung.

Dass Besondere: Sie arbeitete mit den Weseler Künstlerinnen Regine Kielmann und Barbara Lübbehusen zusammen und wählte zum Abschluss der Seminarreihe ein besonderes Setting im Atelier Kielmann in der weitläufigen Industriehalle im ehemaligen Trappgebäude.

Hier wählten sich die Teilnehmer stellvertretend für ihren Entwicklungsprozess als Führungskraft je eine Skulptur aus und stellten sie in der Halle in mit Seilen angedeuteten „Häusern“, welche repräsentativ für die Pflegeeinrichtungen standen, kommentarlos auf. Es folgten Bewertungen, Gespräche, Änderungsanregungen und schließlich eine Erarbeitung von Entwicklungs- und Lösungsvorschlägen. Dazu Spittka: „Eine andere Umgebung wirkt oft Wunder. Sie ermöglicht neue Blickwinkel und wirkt sehr inspirierend. Durch die Einbeziehung der Skulpturen ließen sich zudem ganz neue Aspekte herausarbeiten.“ Auch Regine Kielmann war bewegt: „Es war beinahe rührend, wie meine Figuren im Laufe des Prozesses quasi zum Leben erweckt wurden und als eine Art Sprachrohr für die Befindlichkeiten der Teilnehmer dienen konnten.“

 

Ergänzende Informationen:

Neue Anforderungen an Führungskräfte

Die Anforderungen an Führungskräfte sind heute andere als noch vor 20 Jahren. Durch die Digitalisierung und Globalisierung ist die Arbeitswelt deutlich schneller und instabiler geworden. Wichtig ist vor allem motivieren und vertrauen zu können, flexibel und gleichzeitig standfest zu bleiben und vor allem offen zu kommunizieren und gezielt zu delegieren.

Besondere Herausforderungen bei interner Beförderung

Hinzu kommen besondere Herausforderungen, die sich durch eine geänderte Rolle der beförderten Person im Unternehmen ergeben. Veränderungen können im Unternehmen zu Unsicherheit oder gar Widerständen führen. Damit es nicht zu Konflikten oder Motivationsverlusten kommt, müssen die Organisations- und Kommunikationsstrukturen stimmen.

Auch der neue Chef muss umdenken. Vor allem muss er seine aktuellen Aufgaben loslassen können. Schließlich soll er nicht selber sein bester Mitarbeiter sein. Es ist etwas anderes, ob ich mich selber fachlich sehr gut auskenne oder ob ich mein Team von meiner fachlichen Kompetenz profitieren lassen will. Gute Führungskräfte holen sogar aus ihren Mitarbeitern mitunter mehr heraus, als sie selber je hätten leisten können. Das schaffen auf Anhieb aber nur die wenigsten.

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